Entwickelt wurde die Schneekette von dem US-Amerikaner Harry D. Weed, der sich eine entsprechende Vorrichtung bereits im Jahre 1904 patentieren ließ. Heutzutage lassen sich verschiedene Typen von Ketten unterscheiden: Vollwertige Schneeketten werden wie ein Netz über den kompletten Reifen gezogen – je nachdem, wie die Ketten angeordnet sind, kann weiterhin zwischen Spur- und Antriebsketten differenziert werden. Spurketten sollen ein seitliches Wegrutschen des Fahrzeugs verhindern. Sie verlaufen im Wesentlichen in Laufrichtung. Antriebsketten hingegen sollen in erster Linie ein Durchdrehen der Reifen verhindern, die entscheidenden Kettenstücke sind hierbei quer zur Laufrichtung angebracht. Experten empfehlen, die Ketten nicht zu locker zu montieren, um den Reifen zu schonen.
In den meisten Fällen werden handelsübliche Schneeketten als Kombination aus Spur- und Antriebskette angeboten. Die einzelnen Glieder sind aus Stahl, können aber auch aus anderen Materialien wie Kunststoff gefertigt sein. In Deutschland muss bei der Benutzung von Schneeketten der § 3 Absatz 4 Straßenverkehrsordnung (StVO) beachtet werden, der eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auch bei günstigen Verhältnissen vorsieht. Experten empfehlen eine Richtgeschwindigkeit von 40 bis 50 Stundenkilometer, wenn Schneeketten genutzt werden. Besitzer von Fahrzeugen mit Antriebsschlupfregelung (ASR) oder Fahrdynamikregelung (ESP) müssen zusätzlich beachten, dass diese Mechanismen die Funktionsfähigkeit der Ketten beeinträchtigen können: Da ein Durchdrehen der Räder verhindert wird, können die Schneeketten unter Umständen nicht richtig “greifen” – ist dies der Fall, sollten die Fahrhilfen abgeschaltet oder entsprechend eingestellt werden.
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